Lesemonate

Lesemonat August 2018

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Bevor der September zu Ende geht, gibt es noch schnell meinen Lesemonat für den August. Insgesamt sind es fünf Bücher geworden.

 

Im schwarzen Loch ist der Teufel los – Ulrich Walter

Angefangen hat der Monat mit einem Sachbuch, nämlich Im Schwarzen Loch ist der Teufel los von Ulrich Walter. In diesem Buch beantwortet der Autor Fragen bezüglich der Entstehung des Universums, der Relativitätstheorie, dunkler Materie, Paralleluniversen, ob es noch weiteres Leben im Universum gibt usw. Die Antworten sind im Großen und Ganzen gut erklärt, so dass man auch als Laie versteht, was der Autor meint. Es gibt zwar zwischendurch immer mal wieder Kapitel, in welchen er für meinen Geschmack etwas zu viele Fachwörter verwendet und somit den Erklärungen nicht zu hundert Prozent folgen konnte, aber selbst dann hab ich zumindest im Groben verstanden, was der Autor zu erklären versucht. Wer sich für Physik und das Weltall interessiert, aber so wie ich kein sonderlich großes Vorwissen besitzt, dem kann ich das Buch durchaus empfehlen. Von mir gibt es 4 Sterne.

 

Penthesilea – Heinrich von Kleist

Weiter ging es mit Penthesilea. Nachdem mir Amphitryon von Kleist doch recht gut gefallen hat, hab ich es gleich mit einem weiteren Werk von ihm probiert. Leider hat mir Penthesilea nicht wirklich gefallen. Es geht in dem Stück um die Amazonenkönigin Penthesilea, welche sich während des trojanischen Kriegs in Achilles verliebt.
Ich bin kein sonderlich großer Fan von Kleists Schreibstil, aber während mich Amphitryon doch irgendwie unterhalten konnte, fand ich dieses Stück wirklich langweilig. An keiner Stelle konnte mich die Geschichte wirklich fesseln und Kleists unnötig komplizierter Schreibstil hat dem Ganzen dann den Rest gegeben. Leider nur 2 Sterne.

 

City of Heavenly Fire – Cassandra Clare

City of Heavenly Fire war das nächste gelesene Buch, und somit hab ich nun auch endlich die Chroniken der Unterwelt beendet. Wie auch die Vorgänger hat mir dieser Band wieder gut gefallen, auch wenn es wie immer Kleinigkeiten gab, die mich stellenweise etwas gestört haben. Abgesehen von der Beziehung von Clary und Jace, die mich schon in den vorherigen Bänden genervt hat, haben mir auch nicht alle neuen Charaktere gefallen. Insgesamt stellt City of Heavenly Fire einen zufriedenstellenden Abschluss dar und wer die vorherigen Bände mochte, wird sicher auch mit dem abschließenden Band seine Freude haben. Von mir gibt es 4 Sterne.

 

Das Orakel vom Berge – Philip K. Dick

Das nächste Buch war Das Orakel vom Berge von Philip K. Dick. Der Autor entwirft hier eine sehr interessante, aber auch erschreckende Zukunftsvision: was wäre, wenn nicht die Alliierten, sondern die Achsenmächte den zweiten Weltkrieg gewonnen hätten? In dieser Welt haben sich Deutschland und Japan die USA untereinander aufgeteilt, mit einem Pufferstaat in der Mitte des Landes, in welchem sich ‚das Orakle vom Berge‘ befindet.
Ich habe schon mehrere Werke von Philip K. Dick gelesen, dieses zählt meiner Meinung nach aber leider zu seinen schwächeren Werken. Das liegt hauptsächlich daran, dass er viel zu wenig auf die Auswirkungen des Naziregimes und das der Japaner eingeht. Diese werden meistens nur nebenbei erwähnt, stattdessen wird ein großer Teil der Geschichte dem belanglosen Leben der Hauptpersonen gewidmet. Es fehlt ein Konflikt, irgendetwas auf das die Geschichte hinarbeitet und die verschiedenen Handlungsstränge  vereint. So plätschert die Geschichte den Großteil des Buches nur so vor sich hin. Das Ende konnte es leider auch nicht mehr herausreisen, deswegen nur 3 Sterne.

 

Russische Volksmärchen

Zu guter Letzt habe ich noch ein Buch mit russischen Volksmärchen beendet. Ich lese zwischendurch recht gerne Märchen, vor allem, wenn sie aus anderen Ländern und Kulturen stammen. Ich finde es immer wieder interessant zu lesen, welche Motive und Themen in Märchen anderer Länder vorkommen, wie sich die Geschichten von den mir bekannten Märchen unterscheiden, beziehungsweise welche Ähnlichkeiten bestehen und dieses Buch war dementsprechend auch wirklich interessant.
Was mir den Lesespaß etwas zerstört hat, war der Schreibstil. Er kam mir sehr plump vor, die Märchen wirkten oft einfach niedergeschrieben, ohne dass der Autor sich die Mühe gemacht hätte, den Schreibstil zumindest ein bisschen märchenhaft erscheinen zu lassen und somit eine gewisse Atmosphäre zu erzeugen. Deswegen gibt es nur 3,5 Sterne.

 

 

Infos zu den Büchern:

Im schwarzen Loch ist der Teufel los. Astronaut Ulrich Walter erklärt das Weltall, Ulrich Walter, Komplett-Media, 268 Seiten

Penthesilea, Heinrich von Kleist, Anaconda, 124 Seiten

City of Heavenly Fire, Cassandra Clare, McElderry Books, 725 Seiten

Das Orakel vom Berge, Philip K. Dick, Fischer-Klassik, 270 Seiten

Russische Volksmärchen (Die Märchen der Weltliteratur), Reinhold Olesch und August von Löwis of Menar, Eugen Dietrichs Verlag, 336 Seiten

 

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