Rezensionen

Rezension: Weihnachten auf der Lindwurmfeste – Walter Moers

Es ist schon etwas länger her, dass ich einen Blogbeitrag hochgeladen habe, aber passend zu Weihnachten gibt es nun die Rezension zu Walter Moers neuestem Werk Weihnachten auf der Lindwurmfeste, das vor kurzem erschienen ist und das ich als großer Zamonienfan natürlich sofort lesen musste.

 

Da Weihnachten, pardon, ich meinte natürlich Hamoulimepp immer näher rückt, hat Hildergunst von Mythenmetz dies zum Anlass genommen, seinem Freund Hachmed Ben Kibitzer die Bräuche dieses Festes in einem Brief einmal näherzubringen. Und dieser circa fünfzig Seiten lange Brief liegt dem Leser nun vor.

Auf gewohnt humorvolle Weise beschreibt Mythenmetz, wie die Bewohner der Lindwurmfeste dieses Fest feiern. Viele Bräuche ähneln dabei stark den uns bekannten Weihnachtsbräuchen und es ist somit umso unterhaltsamer, wenn Mythenmetz seine Abneigung für dieses Fest zum Ausdruck bringt. Dieser ist nämlich überhaupt kein Fan und lässt seinem Unmut in gewohnt zynischem und pessimistischem Stil freien Lauf. Absoluten Weihnachtsfans wird dies vielleicht nicht wirklich gefallen, ich fand das Ganze jedoch definitiv amüsant.

Die Aufmachung des Buches ist wie immer traumhaft. Die Illustrationen stammen wieder von Lydia Rode, die auch schon Prinzessin Insomnia und der alptraumfarbene Nachtmahr illustriert hat. Im Gegensatz zu den vorherigen Zamonienbänden sind die Illustrationen jedoch am Ende des Buches zu finden und werden im Text nur kurz erwähnt, um so den Anscheinen eines echten Briefes zu erwecken, dem ein Anhang beigelegt wurde. Das stetige Hin-und Herblättern ist zwar etwas nervig, tut dem Lesespaß aber keinen Abbruch.

Man sollte sich auf jeden Fall bewusst machen, dass es sich hierbei nicht um einen Roman handelt, sondern um einen Brief. Dementsprechend gibt es auch keine actiongeladene Handlung, sondern nur Beschreibungen des Festes und der dazugehörenden Bräuche. Tatsächlich könnte man das Ganze auch als eine etwas längere mythenmetzsche Abschweifung sehen, wie sie schon in Ensel und Krete vorkamen.

Zugegeben, fünfzig Seiten Text sind recht wenig und man kann sich sicher darüber streiten, ob das Buch die 15 Euro, welche es gekostet hat, wirklich wert ist, wen der Preis aber nicht stört und wer gerne etwas mehr über das zamonische Weihnachten erfahren möchte, für den ist Weihnachten auf der Lindwurmfeste ein schöner Lesesnack für zwischendurch.

Ich hab mich auf jeden Fall wieder gut unterhalten gefühlt und gebe deswegen 4 Sterne.

4 Sterne

 

Infos zum Buch

Titel: Weihnachten auf der Lindwurmfeste oder Warum ich Hamoulimepp hasse
Autor: Walter Moers
Verlag: Penguin
111 Seiten

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